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von
Inge
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6 in Amerika   (mit "x" ...oder "chs"...?)

Nein, nicht was Sie denken!.....6...mit "chs" natürlich!

Erika und Günter, Renate und Franz, Heinz und ich, 6 Junggebliebene, sind in 6 Bundesstaaten über 6-tausend km gefahren. Kalifornien, Arizona, Utah, Colorado, einen Fuß in New Mexico und Nevada. Und fotografiert und fotografiert und fotogr.......
Landung in L.A. weiter nach San Diego und den weltberühmten Zoo besucht. Der Zoo ist riesig mit üppiger Vegetation aber die Tiere haben kleine und kahle Gehege. Also wenn schon Tier in Gefangenschaft, dann beim Pechlaner!

Dann ging's weiter zu unserer geplanten Nationalpark-Tour. Joshua-Tree NP, Sedona, Petrified Forest und endlich kamen wir zum Grand Canyon.
Natürlich hatten wir schon für diesen Tag einen Helikopterflug gebucht und wir alle waren schon voller Erwartungen. Keiner von uns ist vorher mit einem Hubschrauber geflogen.
Wir wurden alle nacheinander diskret gewogen, bekamen dann auf Grund dieses Ergebnisses unsere Plätze zugewiesen und Kopfhörer aufgesetzt. Langsam hob der Heli ab, senkrecht in die Höhe, dann weiter über ebenes Land mit grünen Sträuchern und Bäumen. Im Kopfhörer angenehme, fast Meditationsmusik mit Panflöte. Irgendwo in der Ferne war das Ende dieser Grünfläche zu erkennen. Meine Spannung stieg und ein bisschen begann mein Herz zu klopfen.

grand canyon  

Und plötzlich...kurze Stille im Kopfhörer, dann kam "Also sprach Zarathustra" - und zur gleichen Zeit öffnete sich unter uns der Abgrund. Und von dem Moment an hat keiner von uns mehr ein Wort gesprochen, jeder war ergriffen und hat mit seinen momentanen Emotionen gekämpft. Es war ganz einfach ein unglaubliches Erlebnis, so hoch über eine wildzerklüftete Schlucht zu gleiten, den Coloradoriver als türkisfarbenes Wasser unter sich zu haben und immer wieder neue, gigantische Felsforma-
tionen zu erblicken.
Geredet haben wir erst wieder, nachdem wir gelandet sind!

Irgendwann gings dann weiter zum Lake Powell und zum Naturwunder Antelope Canyon.

antelope canyon

Man durchwandert eine ganz enge, hohe Schlucht aus Sandstein, so eng, dass man manchmal die Ellbögen anziehen muss. Das von oben einfallende Sonnenlicht in den Mittagsstunden wechselt fast minütlich die Farbe der Wände im Canyon. Sie beginnen förmlich zu glühen.

Unsere Tour ging nun weiter über Monument Valley nach Mesa Verde, zu den Höhlenwohnungen der Indianer aus früher Zeit.

monument valley


Einige Stunden verbrachten wir im Arches NP, dann ging's weiter zum Bryce Canyon, der seine bizarren, hohen Felsformationen im Sonnenlicht purpurn erscheinen lässt.

Der Zion NP ist landschaftlich wirklich sehr schön, grün, hohe Berge, aber für einen Alpenländer nichts Außergewöhnliches.

Über die Mormonenstadt St. George und den Hoverdamm kamen wir bei 37° in Las Vegas an.
Nachmittags am "Strip" gewandelt, tolle Hotels gesehen, (leider hat niemand von uns etwas gewonnen, aber ...hat eigentlich wer gespielt?) und abends ins "Mirage" zu Siegfried und Roy und ihren weißen Tigern. Ja, die gabs damals noch.
Schon in Wien haben wir Karten bestellt und so hatten wir einen Tisch in der ersten Reihe. Wau! Ob man jetzt die zwei "heißblütigen Deutschen" mag oder nicht, es war eine Show der Superlative.
 
bryce canyon
 
tiger im mirage
  Perfekt, aufwändig und grandios. Die edlen, weißen Tiger und Löwen mussten keine Kunststücke zeigen, nicht durch brennende Reifen springen, sie waren ganz einfach hautnah da und - simsalabim - verschwanden irgendwie. Und genau 1 m vor unserem Tisch hat sich der größte der Tiger aufgerichtet und die Vorderpfoten auf die Schultern von Roy gelegt. (Oder war es Siegfried? Ich habe nur auf den Tiger geschaut!) Und etwas später hat uns (Renate und mir) dann Siegfried die Hand gegeben. (Oder war es Roy? Ich habe nur auf die Hand geschaut!) Er sagte dabei: "Help me, ladies". Ich weiß bis heute nicht, wobei. Aber eines waren Renate und ich uns einig: wir wuschen uns trotzdem die Hände vorm Schlafengehen und träumten...nein nicht von Siegfried und Roy...von einem Schweinsbraten mit Knödel und Erdäpfelsalat.


Wir fuhren weiter ins Death Valley. Bis auf einen wirklich sehenswerten Aussichtspunkt am Zabriskie Point eher öd, vor allem nach der wunderschönen Landschaft der Tage vorher.
Rasch ein Foto von den über 2000 Jahre alten und ca. 85 m hohen Mammutbäumen im Sequoia NP und weiter ging's in den Yosemite NP. Wieder schöne, grüne Landschaft, Berge und Wasserfälle. Fast wie daheim.

Uns rief schon San Franzisco, die Golden Gate Bridge, Alcatraz,die Seelöwen von Fishermans Wharf, eine Fahrt mit der Cable Car, die Lombard Street und, und, und. Alles gesehen, alles gefahren, viel gefroren. Und eines Abends ein Feuerwerk, wo sich die Chinesen was abschauen können. Den Grund haben wir nicht erfahren. Doch nicht wegen uns?

Die letzen Tage verbrachten wir in L.A. einer Stadt, in der einem alles möglich erscheint. Ein Tag in den Universal Studios war faszinierend. Ebenso faszinierten mich die vielen neben- und übereinander liegenden mehrspurigen Autobahnen.
Aber auch das hat Franz, der sich das Autofahren die ganzen 3 Wochen nicht nehmen ließ, (Heinz und Günter sind ihm noch heute dankbar dafür), bravourös gemeistert. Und als er am vorletzten Tag sagte: "Also, ich habe mich an den Verkehr in L.A. schon gewöhnt", fuhr er just in dem Moment an der Ausfahrt zu unserer Wohngegend vorbei und wir brauchten fast 1 Stunde, bis wir wieder zurückfanden.

Das war's.
Arizona, der Bundesstaat mit den schönsten Canyons.
Utah, wo es tageland kein Bier und keinen Empfang am Handy gab. Überall freundliche Menschen und saubere "Örtchen". Und so viele "schiache Blade" wie in Kalifornien gibt's net bald wo.

Und 6...nein, nicht was Sie denken!
6 mit "x" natürlich.......also das ist eine andere Geschichte!

 
san franzisco
   
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